Raue See, Peniche by Bike und schaulustiges Surfer-Starren

Aeolus und seine Gehilfen haben heute ordentlich geblasen, weshalb wir nach erfahrener Rücksprache [ich schreibe von Babs‘ Laptop aus, deshalb sind wieder Umlaute möglich…juhu!] mit dem Surflehrer – sehr zu meinem Bedauern – doch auf unsere Surfstunde verzichten mussten. Hm, schade – mal sehen, was das Wetter morgen, Sonntag, zu bieten hat…angeblich aber ist in den kommenden Tagen ein super-katastrophales Unwetter im Anmarsch, was die Situation vermutlich kaum ändern wird. Bis dahin bin ich aber bereits wieder über alle Berge, oder landkartentechnisch bereits in Lissabon, wo die Reise in ihrer letzten Station langsam aber sicher ihrem Ende zugeht. Noch bis Donnerstag (ich merke, ich kämpfe schon – ehrlich! – jeden Tag mehr mit diesen in mir aufkommenden wehmütigen Regungen, wenn ich an die Heimat denke 😉 ) immerhin steht uns, Nicola und mir, Lisboa zur Verfügung! Ob Babs auch mitkommt, wird sich erst entscheiden. Ich würde mich jedenfalls freuen 😉 ! [Ich weiß, dass du DAS liest und es soll natürlich alles andere als ein plumper Manipulationsversuch sein…!]. Aber nun zurück zum heutigen Tag: Babs und ich sind – ich MUSS zugegebenermaszen in meinem in den vergangenen Wochen zur erfreulichen Gewohnheit geratenen Alleinsein hier im SurfCastle aufgrund des nach wie vor regen Urlauberwechsels (siehe unten) absolut zurückstecken – mit den hauseigenen Mountain-Bikes nach Peniche rein geradelt. Besuch im kleinen Fortaleza in der Nähe des Hafens sowie langgezogene und gesprächsintensive Galao[Milchkaffee]-Pausen unter wärmster Sonnenbestrahlung waren logischerweise inklusive! Peniche selbst, in Portugal vor allem durch seine Sardinenfabriken bekannt, ist umgeben von kilometerlangen Sandstränden und mit seinen Wahnsinnswellen, die reingeschoben kommen, wohl schlechthin DER einzig plausible Grund für die zahlreichen schlaflosen Nächte eines jeden Surfers! Die weitläufigen Strände in der Gegend lassen deren Herzen in Hinblick auf den perfekten Ritt auf der ebenso perfekten Welle definitiv höher schlagen. Und schließlich direkt vor den großen Rundfenstern des SurfCastles, der kleinen, feinen Surfer-Pension von Joao, in der ich ausschlieszlich mit Nichtstun beschaeftigt residiere, erstreckt sich auf einer felsigen Halbinsel auch die „Praia do Baleal“, auf der man nicht nur meterhohe Wellengänge, sondern auch recht ansehnlich durchtrainierte Körper in kessen enganliegenden Neoprenanzügen bestaunen kann. Letztlich dieser Anblick hat auch mein Herz in Wallung gebracht – bis Sonnenutergang habe ich – mich kein einziges Mal aus dem Liegestuhl erhebend geschweige denn meine Blicke von diesen visuellen Reizen abwendend – eben diesen BRett-Artisten bei ihren Künsten zugeschaut, ehe ich zu späterer Stunde dämmerungsbedingt auf eine nicht annähernd so würdige Alternative, nämlich „DVD“, wechseln musste. Nach einem hervorragend gelungenen „Gemüse-Reis“ (Thx to Ute für dieses unverwechselbare Rezept) sind wir schließlich bei etlichen 0,33l-Flaschen „SuperBock“ (neben „Sagres“ zweite große Biermarke hier) im SurfCastle versumpft – müde vom Fahrradfahren…als auch vom Aufs-Wasser-Gaffen 😉 – Bye the way: Habe ich schon erwähnt, wie schön das Leben doch sein kann?

Wer an Wasser, Wind, Wellen und dem Wetter generell mehr interessiert ist, dem sei die informative Windguru-Website empfohlen.

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